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über

QIGONG

Bewegtes Qigong

Bewegtes Qigong ist in der Regel einfacher, da keine starke Geisteskraft erforderlich ist. Die meisten Anfänger beginnen daher mit bewegtem Qigong: sie erlernen eine Form aus ca. 10–20 Bewegungen, die in fließender und harmonischer Abfolge wiederholt werden.

Beim bewegten Qigong leitet die Atmung die Bewegung bzw. durch die Bewegung kommt es zu einer Veränderung der Atmung. Dadurch bewegt sich das Qi:

Es kommt zum Fluss und zur Harmonisierung der Lebensenergie und damit zur Verbesserung der Gesundheit.

Stilles Qigong

Stilles Qigong wird generell als höherwertig und schwieriger angesehen. Im stillen Qigong gibt es keine Bewegungen mehr. Man unterscheidet generell zwei Ebenen des stillen Qigong:

1. Das Qi wird direkt durch die Vorstellungskraft geleitet. Es folgt also allein dem zweiten Grundsatz „Der Geist leitet das Qi”. Dadurch kann die Energie tief in den Körper eindringen: in die inneren Energiezentren, ins Rückenmark, ins Gehirn und sogar bis ins Mark der Knochen. Keine sportliche Übung kann diese Effekte erzielen!

2. Der Geist konzentriert sich auf einen „Punkt“ – z. B. den Unterbauch oder das Zentrum des Gehirns – und wird stiller und stiller. Das Qi vermehrt, verfeinert und beruhigt sich von ganz von selbst. Es fließt dorthin, wo es gebraucht wird.

Diese zweite Ebene des stillen Qigong dient grundsätzlich der Kultivierung des Geistes. In ihr erhält der Praktizierende Einsichten in die Struktur des Ichs und in tiefe Prinzipien des Lebens, die auf der Ebene der Sinneswelt nicht erkennbar sind. Des Öfteren entfalten sich auch besondere Fähigkeiten wie z. B. Hellsichtigkeit etc., besonders wenn der Übende nicht danach strebt!

Stilles Qigong gilt in China als eine der höchsten Künste, da es – über Jahre praktiziert – viele geistige Fähigkeiten und innere Kräfte entwickeln kann.